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Motivation für Gesundes

Motivation für Gesundes – Plauderstunde mit Felix

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Motivation für Gesundes – Wie würdest du Gesundheit definieren? Gesundheit ist die Abwesenheit von Krankheit(?). Oder gibt es für dich dann nochmal einen Unterschied zwischen bisschen gesund und so richtig gesund?

Für mich auf jeden Fall. Du kennst das vielleicht: Es gibt Tage, da läuft einfach alles. Die Stimmung ist über den Wolken, du strotzt nur so vor Energie, bist klar und fokussiert.

Und dann gibt es Tage, da ist alles irgendwie grau. Im Kopf ein großer Brei, du bist müde und grantig.

Mich interessiert: Wie kann ich die Anzahl der Tage, die nur so vor Energie strotzen, bewusst erhöhen? Was sind die Determinanten eines energiegeladenen Lebens?

Denn ich will nicht nur gesund sein. Ich will maximal gesund sein. Dafür müssen sämtliche Zellfunktionen im Körper reibungslos ablaufen.

Damit alle Prozesse wie am Schnürchen funktionieren, braucht es drei Bausteine (und die sind wahrlich kein Geheimnis):

  1. Die richtige Bewegung,

  2. Die richtige Ernährung,

  3. Die richtige Erholung.

In diesem Artikel plaudere ich aus dem Nähkästchen. Wie kam ich eigentlich zu meinem Job? Was ist meine Motivation? Und ganz nebenbei verrate ich dir meine Erkenntnisse über diese drei Bausteine und gebe dir wertvolle Tipps, wie auch du sie in deinen Alltag integrieren kannst.

Wie entstand meine Motivation für Gesundes?

Meine Reise begann vor vielen Jahren. Begeistert von Bewegung war ich schon immer. Wie die meisten Jungen begann ich mit Fußball im Hinterhof. Zugegeben: Darin war ich nie gut.

Später kam dann Tischtennis dazu. Meine erste große Leidenschaft wurde dann aber Basketball. Das blieb auch so, bis ich mit dem Fuß umknickte. Diagnose: Außenbänderanriss. Nachdem es ein paar Monate später wieder passierte, hing ich den Ball an den Nagel.

Mit Beginn des Studiums begann ich dann Krafttraining. Natürlich völlig planlos und total übertrieben. Fortschritte kamen trotzdem. Das motiviert! Und ich spürte den Transfereffekt auf andere Lebensbereiche. Auch dass die Mädels die muskulösen Arme gut fanden, motivierte mich.

So kam ich also dazu. Seit 2010 hat sich daran auch nicht viel geändert. Nur heute viel zielführender. Und die Motivation ist eine andere. Obwohl ich es noch immer gut finde, wenn eine Frau meine Arme feiert 😉

Dann nach dem Studium in Soziologie verging einige Zeit ins Land, bis mir klar wurde, dass ich Fitnesstrainer werden wollte.

 Ich machte zunächst die A-Lizenz, dann den Functional Fitness Trainer, eine Ausbildung im Myofascial Release, spezialisierte mich in Hypertrophie und Krafttraining sowie viele weitere Workshops und Ausbildungen im Reha-Bereich.

Heute interessiert mich der Gesundheitsaspekt deutlich mehr. Auch, weil die Arbeit als Reha-Trainer dieses Wissen fordert. Und wie kann man etwas glaubhaft vermittelt, wenn man es nicht selbst probiert hat? Geht nicht, genau.

In den acht Jahren habe ich viele Erkenntnisse sammeln dürfen. Heute sieht mein Training ganz anders aus, als vor 8 Jahren.

Was hat sich konkret geändert?

Bewegung als Motivation für Gesundes: Meine Top 3 Erkenntnisse

Aus der Vielzahl der Erkenntnisse ist es schwer, die Top 3 herauszupicken. Ich versuche es dennoch.

  1. Vertraue deinem Instinkt

Trainingspläne sind super. Auch dass es gute Trainingspläne noch und nöcher gibt, ist wunderbar. Doch eines dürfen wir nicht vergessen: Was für andere funktioniert, muss für dich nicht funktionieren.

Studien zeigen immer allerhand tolle Ergebnisse. Die Crux dabei: Das sind Durchschnittswerte. Die tatsächlichen Werte streuen um diesen Durchschnittswert. Was also für den Durchschnitt gilt, muss für dich nicht gelten.

Im Sport spielt Genetik eine große Rolle. Einfaches Beispiel: Ein guter Freund von mir reagiert wunderbar auf einen traditionelle 4-Tage-Bodybuilding-Split. Er wächst dadurch in alle Richtungen. Ich mach so einen Plan zwei Wochen und bin ausgebrannt. Für mich ist das viel zu viel Volumen.

Ich trainiere heute viel weniger als vor 8 Jahren. Insgesamt drei Tage die Woche für jeweils etwa 40 Minuten. Ich mache aktuelle drei Sätze Kniebeuge pro Woche und bewege wöchentlich mehr Gewicht. Mein Freund lacht da nur und baut sogar noch ab.

Wie du herausfindest, was für dich funktioniert? Probiere möglichst viel aus. Experimentiere mit Übungen, Wiederholungszahlen, Trainingsprogrammen und so weiter. Und wenn du etwas findest, das funktioniert, dann bleib dabei.

  1. Die Klassiker sind nicht ohne Grund die Klassiker

Alle naselang kommt ein Fitness-Guru daher und erzählt, mit welchen krassen Techniken sich noch schneller Muskelmasse aufbauen lässt. Fakt ist: Die Klassiker sind nicht ohne Grund Klassiker.

Es gibt Punkte, da sind sich alle guten Trainer einig: Die Grundübungen bringen den meisten Benefit.

Es gibt grundlegende Bewegungsmuster, die jeder trainieren sollte. Ja, auch du! Das sind:

  1. der Hip Hinge, z.B. Kreuzheben,
  2. die Kniebeuge, z.B. Front Squat,
  3. der Ausfallschritt,
  4. Drücken, z.B. Bankdrücken,
  5. Ziehen, z.B. Klimmzüge,
  6. Tragen, z.B. Farmer's Walk.

Mit diesen grundlegenden Bewegungsmustern kannst du den ganzen Körper trainieren. Doch Vorsicht! Zwinge dich nicht eine bestimmte Bewegung zu machen, weil es heißt, sie sei gut. Finde in jeder Kategorie Übungsvarianten, die du schmerzfrei ausführen kannst.

Für den einen sind das Low-Bar Back Squats, für den anderen Goblet Squats und für den übernächsten Front Squats im Sumo-Stand. Finde eine Übung, die dir gut tut.

Ergänze dies mit Isolationsübungen, die Schwachstellen ausbessern und deiner lebenslangen orthopädischen Gesundheit steht nichts im Wege.

  1. Du darfst niemals, nie, nie, nie failen!

Diesen Spruch hat mich der Toptrainer Daniel Ebert gelehrt. Früher gehörte Muskelversagen zum guten Ton beim Training. Heute weiß ich: Muskelversagen muss nicht sein.

Viel wichtiger ist es, gesund zu bleiben. Die Motivation für Gesundes ist heute dominanter als schneller Muskelaufbau.

Das bedeutet im Klartext: Jede Wiederholung muss technisch absolut perfekt sein. Die letzte Wiederholung eines Satzes muss genau so aussehen, wie die erste. Lieber ein, zwei Wiederholungen im Tank lassen, als das Bewegungsmuster zu versauen.

Dabei muss das Ego außen vorgelassen werden. Als kleine Hilfe gebe ich dir Folgenden Tipp: Behalte das große Bild vor Augen. Ist es sinnvoller, jetzt die 5 kg mehr zu bewegen und dich eventuelle zu verletzen?

Oder ist es besser über das nächste Jahr konstant pro Woche 0,5kg – 1 kg mehr zu bewegen? Das sind im Jahr auch 26 bis 52 kg! In 5 Jahren bis zu 200 kg. Vergiss das nicht!

Du darfst niemals, nie, nie, nie failen! Never ever! Seit dem ich das berücksichtige, war ich nie wieder verletzt, konnte konstant Fortschritte verzeichnen und Gelenkprobleme gibt es auch nicht mehr. Win-win-win, würde ich sagen.

Ernährung als Motivation für Gesundes

2010 war Ernährung noch ein stiefmütterliches Thema. In der Men's Health stand, Proteine und Kalorien zählen. Masse ist Macht, oder?

Also bestand das Post-Workout-Meal aus einem Big Mäc mit Pommes. Das funktioniert am Anfang auch ganz gut. Aber auch nur, weil da fast alles funktioniert.

Vor ein paar Jahren begann ich dann anders zu denken. Was mit viel Experimentieren anfing, ist heute instinktives Essen.

Low-Carb, Low-Fat, intermittierendes Fasten, Carb Backloading, Carb Cycling... habe ich alles probiert.

Heute weiß ich: Es kann alles funktionieren. Und nein: Kohlenhydrate sind nicht böse!

Und auch hier gibt es wieder einfache Prinzipien:

  1. Du willst abnehmen? Nimm weniger Kalorien zu dir!
  2. Du willst aufbauen? Nimm mehr Kalorien zu dir!

Ja, tatsächlich. So einfach ist das. Mit welcher Ernährungsweise du das nun machst, ist dir überlassen. Du musst sie nur durchhalten können.

Ein grundlegendes Prinzip haben aber alle Ernährungsformen gleich:

  1. Iss viel Proteine,
  2. Iss tonnenweise Gemüse.

Den Rest isst du nach Lust und Laune. Auch mal Pizza oder Eis. Ohne Mist. Ich liebe Pizza!

Ernährung kann einen großen Unterschied machen. Vor allem wenn du viel Gemüse isst, wirst du einen Unterschied merken. Der Kopf ist klarer, weniger Müdigkeit, pfeilschnelle Gedankenblitze und bessere Leistung beim Sport.

Für mich Motivation genug, meinen Brokkoli zu essen 😉

Erholung als Motivation für Gesundes

Noch mal ein paar Jahre vorgespult, habe ich dann auch den Glauben der modernen Gesellschaft abgelegt. Höher, schneller, weiter? Wer erfolgreich sein will, schläft nie? Steht zeitiger auf als seine Konkurrenten?

Papperlapapp! „Der General, der am meisten schläft, gewinnt!

#isso.

Früher habe ich hart trainiert, Nächte durchgefeiert und nebenbei die Uni gerockt. Kein Wunder, dass ich ständig krank war oder verletzt. Der Körper sendet uns immer Feedback über den Ist-Zustand.

Er ist müde und wir ignorieren diesen Fakt? Der Körper holt sich seine Pause schon. Der Höhepunkt kam 2015, als mein Körper für 6 Wochen streikte. Lungenentzündung. Es ging nichts mehr.

Seitdem achte ich penibel auf meinen Schlaf. Verdammt, ich mache fast täglich einen kurzen Mittagsschlaf.

Ergebnis? Seit Januar 2016 war ich genau einmal erkältet für zwei Tage.

Ich höre auf meinen Körper. Wenn der Chef sagt, wir machen Pause, machen wir Pause. Dann interessiert mich kein Trainingsplan der Welt mehr. Wir pausieren.

Wenn der Chef sagt, wir sind müde, dann gibt es Pause. Und wenn der Wecker um 6 klingelt und der Chef will noch nicht, ja, dann bleiben wir liegen.

Energie ist nun mal endlich. Und irgendwann müssen die Akkus aufgeladen werden. Auf die eine oder andere Art und Weise.

Das Witzige ist: Seitdem ich mehr schlafe, schaffe ich deutlich mehr. Für mich ein großer Bestandteil meiner Motivation für Gesundes.

Ich betone es nochmal: Sorge für einen guten Schlaf. Dein Körper wird es dir danken!

Aber: Verarsch dich nicht selbst. Es ist die eine Sache, auf seinen Körper zu hören. Die andere Sache ist einfach aus Faulheit nichts mehr zu machen.

Motivation für Gesundes – Fazit

Dieser Artikel ist als Teil der Blogparade von https://begrazia.com entstanden. Ich freue mich sehr, die Chance bekommen zu haben, meine Gedanken zum Thema Gesundheit niederschreiben zu können.

Denn in meiner Welt gibt es keine bessere Medizin als

  1. die richtige Bewegung,
  2. die richtige Ernährung und
  3. die richtige Erholung.

Wenn diese drei Bausteine sitzen, erhält der Körper die Möglichkeit, beinahe alle Gebrechen selbst zu heilen. Das sollten wir respektieren und ihn dabei unterstützen.

Bildernachweis im Artikel "Motivation für Gesundes": Alexander Redl - Unsplash.com

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