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Thoracic Outlet Syndrom

Thoracic Outlet Syndrom – Hilfe gegen taube Arme und schmerzhafte Verspannungen

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Thoracic Outlet Syndrom – Taube Arme oder ein Kribbeln in den oberen Gliedmaßen kann vielfältige Ursache haben: Stress, Verspannungen, Burnout uvm.

Wenige können genau benennen, warum es bei ihnen immer wieder scheinbar aus dem Nichts geschieht. Hast du öfters kribbelnde oder taube Arme? Dann könnte bei dir ein Thoracic Outlet Syndrom vorliegen.

Ob das der Fall ist, kannst du schnell herausfinden, indem du den Roos-Test ausführst. Im Video siehst du, wie dieser funktioniert.

Spürst du nach einiger Zeit ein Kribbeln, bekommst taube Arme oder schlafen sie sogar ein? Dann ist das ein starkes Indiz dafür, dass du tatsächlich unter einem Thoracic Outlet Syndrom leidet.

Was zunächst wie eine Alien-Krankheit klingt, ist eigentlich nur halb so wild. Damit du dieses Phänomen besser verstehen kannst, geht es in diesem Artikel darum:

  • Was das Thoracic Outlet Syndrom eigentlich ist,

  • Was im Körper passiert, dass taube Arme entstehen,

  • Was die Ursachen im Lifestyle dafür sind und

  • Mit welchen Übungen du gezielt gegen das Thoracic Outlet Syndrom vorgehst.

Los geht’s!

Thoracic Outlet Syndrom – Was ist das eigentlich?

Unter einem Thoracic Outlet Syndrom versteht man ein neurovaskuläres Engpasssyndrom. Dabei wird entweder das Nervengeflecht, dass die Arme innerviert oder die Arterie, die die Arme mit Blut versorgt, unter Kompression gesetzt.

Häufig tritt das Engpasssyndrom nur einseitig auf und geht mit typischen Begleiterscheinungen einher:

  • eingeschränkte Drehfähigkeit des Kopfes zu einer Seite,

  • kribbelnde und taube Arme,

  • Schwächegefühl im Arm,

  • schmerzhafter Triggerpunkt seitlich am Nacken,

  • ausstrahlende Schmerzen in den Arm.

Bei dem Thoracic Outlet Syndrom unterscheidet man noch einmal, je nachdem, welche Ursache tatsächlich vorliegt.

Ist die Arterie eingeschränkt oder das Nervengeflecht?

Das gelbe Nervengeflecht versorgt den Arm.

Sind die Blutgefäße betroffen, wird IMMER ein bildgebendes Verfahren empfohlen, damit anatomische Anomalien ausgeschlossen werden können. Konnte das ausgeschlossen werden, ist fast immer eines von drei Problemen die Ursache:

  • verspannte bzw. hypertone Mm. Scaleni,

  • eine erhöhte erste Rippe,

  • ein verspannter bzw. hypertoner Pectoralis Minor.

Das sind die drei möglichen Engpässe, die Nerven und Arterien passieren müssen.

Um diese zu bearbeiten, empfehle ich dir dringend dieses Tool. Wie du es richtig nutzt, erfährst du gleich.

Vorher schauen wir uns an, was genau im Körper passiert, sodass taube Arme entstehen.

Was passiert im Körper, sodass kribbelnde und taube Arme entstehen?

Wie eben schon angedeutet, liegt bei einem Thoracic Outlet Syndrom ein Engpass vor, dass Nerven oder Arterien einschränken kann. Wenn eine Vene eingeschränkt wird, spricht man übrigens von einem Thoracic Inlet Syndrom.

Dieser Engpass entsteht typischerweise an einer von drei Stellen:

  • durch hypertone Mm. Scaleni,

  • eine erhöhte erste Rippe oder

  • hypertoner Pectoralis Minor.

Wieso diese Muskeln hyperton werden bzw. die erste Rippe erhöht stehen kann, kann verschiedene Ursachen haben.

David Weinstock beschreibt in seinem Buch NeuroKinetic Therapy: An Inoovativ Approach to Manual Muscle Testing, aus welchem drei Gründen ein Muskel hyperton wird:

  1. Der Core: Das beschreibt die Aktivität spinalen Muskeln, wenn die Extremitäten schwach sind (z.B. der obere Anteil des Erector Spinae zum mittleren Trapezius)

  2. Der Antagonist: Das beschreibt die Aktivität eines Muskels, wenn sein Gegenspieler schwach ist (z.B. der Bizeps zum Trizeps),

  3. Der Synergist: Das beschreibt die Aktivität eines Muskels, der einen schwachen Muskel unterstützt, eine Funktion zu erfüllen (z.B. der Iliacus zum Psoas).

Es ist eine gute Idee, das Wissen kurz im Hinterkopf zu behalten, wenn es gleich darum geht, warum die Scaleni oder der Pectoralis überhaupt hyperton werden können.

Ursache #1: Überaktive, hypertone Mm. Scaleni

Die Mm. Scaleni ist eine Muskelgruppe, die aus drei Muskeln besteht: dem Scalenus Posterior, Scalenus Pedius und Scalenus Anterior.

Für das Thoracic Outlet Syndrom sind vor allem der mediale und anteriore Anteil interessant. Denn zwischen diesen beiden Muskelsträngen führt das Nervengeflecht hindurch, dass die Arme innerviert.

Die Scaleni sind faszinierende Muskeln, da sie in vielen myofaszialen Leitbahnen involviert sind:

Die Scaleni liegen zwischen dem SMC und dem oberen Trapezius.

  • die Laterallinie,

  • die Frontallinie,

  • die Armlinie,

Da die Scaleni in so viele fasziale Ketten involviert sind, bereitet das den Weg für viele Dysfunktionen. Doch ich möchte dich an dieser Stelle nicht mit den unwahrscheinlichsten Gründen langweilen und konzentriere ich mich auf die häufigsten Dysfunktionen.

Wenn du dich allerdings für myofasziale Leitbahnen interessierst, empfehle ich dir diesen Klassiker.

Nachfolgend sind einige typische Beziehungen skizziert (kein Anspruch auf Vollständigkeit).

Häufig sind die Scaleni überaktiv, wenn der Sternocleidomastoideus nicht richtig arbeitet. Dann übernehmen die Scaleni die Aufgabe, den Kopf zu drehen.

Die Scaleni zählen auch zu den assistierenden Atmungsmuskeln. Sie heben gemeinsam mit dem Pectoralis Minor den Brustkorb an. Wird nun exzessiv in die Brust geatmet, was heutzutage viel zu oft vorkommt, funktionieren die Gegenspieler, die den Brustkorb senken, nicht richtig.

Das lässt die Scaleni und den Pectoralis Minor überaktiv werden. Und diese Muskeln spielen eine große Rolle, wenn es um taube Arme geht.

In diesem Artikel wird beschrieben, wie die Scaleni auch für schwache Hüftbeuger oder Muskeln in den Unterschenkeln kompensieren können. In einem speziellen Fall kompensieren sie sogar für 13 schwache Muskeln in den Armen.

Du siehst, es ist immer wichtig, das komplette Bild zu betrachten und nicht nur lokal zu schauen, was los ist.

Gleich zeige ich dir, was die häufigsten Umwelt- und Lifestylefaktoren sind, die zu diesen Kompensationen führen.

Ursache #2: Erhöhte erste Rippe

Als zweite Ursache für ein Thoracic Outlet Syndrom wird häufig eine erhöhte erste Rippe genannt.

Es gibt einige Ursachen, die dafür sorgen können, dass die erste Rippe erhöht steht.

Muskulär sind die Scaleni (die kennen wir doch irgendwoher ;-)) daran beteiligt, die erste Rippe beim Atmen zu erhöhen.

Neben der muskulären Ursache kann die erste Rippe aber auch haltungsbedingt erhöht stehen.

Insbesondere durch einen Schulterschiefstand kann es so einseitig zu kribbelnden und tauben Armen kommen.

Ein Schulterschiefstand kann aber ebenso durch eine Skoliose oder Beckenschiefstand verursacht werden.

Und schauen wir noch eine Etage tiefer, kann ein Beckenschiefstand auch durch eine Überpronation eines Fußes entstehen.

Auch hier möchte ich dich wieder ermutigen, das gesamte Bild zu betrachten.

Ursache #3: Überaktiver, hypertoner Pectoralis Minor

Für den Pectoralis Minor gibt es typische Ursachen, wieso dieser überaktiv wird (auch hier kein Anspruch auf Vollständigkeit).

Haltungsbedingte Dysfunktionen lassen sich häufig in einer vorgestreckten Kopfhaltung und hängenden Schultern wiederfinden.

Diese Fehlhaltungen sorgen dafür, dass sich der Pectoralis Minor verkürzt. Die Funktion, die das macht, heißt Protraktion (Schultern nach vorn) und sorgt dafür, dass die Muskeln, die eine Retraktion (Schultern nach hinten) ausführen, schwach werden.

Pectoralis Minor

Der Pectoralis Minor sorgt oft für Dysfunktionen.

Eine Retraktion wird vom mittleren Trapezius und den Rhomboideen ausgeführt.

Zusätzlich gehen hängende Schultern oft mit schwachen Latissimus Dorsi einher. Ein Release des Pectoralis Minor gefolgt von einer Kräftigung der oberen Rückenmuskeln wirkt wahre Wunder, um Schulterprobleme beheben oder das Thoracic Outlet Syndrom korrigieren zu können.

Weiterhin spielt der Pectoralis Minor bei abstehenden Schulterblättern eine wichtige Funktion. Dieser ist ein Gegenspieler des Serratus Anterior. Wird der Pectoralis Minor überaktiv, inhibitiert das den Serratus Anterior.

Das kann nicht nur zu kribbelnden und tauben Armen führen, sondern langfristig auch in einem Impingement-Syndrom oder Schultergelenksdysfunktionen resultieren.

Wie oben bereits erwähnt, ist der Pectoralis Minor zusammen mit den Scaleni ein assistierender Atmungsmuskel. Durch Brustatmung werden diese sehr fest und tragen so zu einem Thoracic Outlet Syndrom bei. Ein funktionales Atmungsmuster kann da sensationelle Abhilfe schaffen.

Ähnlich wie die Scaleni kann der Pectoralis Minor aufgrund von Ursachen im ganzen Körper kompensieren. Mehr dazu erfährst wie gesagt in diesem Buch.

Schauen wir uns nun einige der Lifestyle-Faktoren an, die für solche Kompensationsmuster sorgen können.

Welche Ursachen im Lifestyle sorgen für ein Thoracic Outlet Syndrom?

Unser Lebensstil sieht leider so aus, dass die meisten irgendwann die eine oder andere Dysfunktion entwickeln werden. Häufig sind diese auf dieselben Punkte zurückzuführen.

Und mit etwas Achtsamkeit lässt sich da schon sehr viel für die eigene Gesundheit tun. Nachfolgend erfährst du, welche vier Faktoren die häufigsten Gründe für körperliche Probleme sind.

Lifestyle-Faktor #1: Die Körperhaltung

Kinder toben und bewegen sich in möglichst vielen Facetten. Ab der ersten Klasse wird uns dann systematisch ein sitzender Lebensstil beigebracht.

Mit Sitzen, Computern und Smartphones werden wir immer weiter in eine Körperhaltung hineingezwängt, die so überhaupt nicht unserem Naturell entspricht. Und das öffnet Dysfunktionen Tür und Tor.

Forward Head Posture, Rundrücken, eingeschränkte Bauchatmung, Hohlkreuz, hängende Schultern, Scapula Alata – Das sind nur einige der Symptome, die ich als Trainer regelmäßig beobachte.

Mein Tipp: Öfter mal zu Fuß gehen und das Auto stehen lassen. Möglichst facettenreich bewegen oder (völlig uneigennützig, versteht sich) mein Buch kaufen und jeden Tag 15 Minuten investieren.

Körperhaltung von Kopf bis Fuß verbessern - in nur 28 Tagen

In meinem Buch POSTURE ist enthalten:

- umfangreiches Fachwissen: wie entstehen Fehlhaltungen? Was hilft?

- Das 28-Tage-Programm für eine bessere Körperhaltung,​

- die 100 besten Übungen für jede Körperregion - alle Video unterstützt​

- BONUS: eine geführte Entspannungsreise gegen Verspannungen​

Lifestyle-Faktor #2: Einseitiges Training

Einseitiges Training betrifft vor allem die Herren der Schöpfung. Denn die meisten Männer trainieren am liebsten die Muskeln, die sie im Spiegel sehen können: Brust und Bizeps.

Das macht ja auch Spaß! Ich nehme mich da nicht raus...

Aber immer nur Push, Push, Push öffnet Tür und Tor für Dysfunktionen, Fehlhaltungen, Kompensationen.

Mein Tipp: Trainiere auch mal den Rücken. Und wenn du schon viel Push trainierst, am besten doppelt, ach was, drei mal so viele Pull-Übungen einbauen. Vor allem Ruder-Varianten, Face Pulls, Kreuzheben usw.

Lifestyle-Faktor #3: Exzessive Brustatmung

Da ich die Brustatmung nun schon zum dritten Mal anspreche, merkst du vielleicht, wie sehr sie mir am Herzen liegt.

Ja, unsere Atmung hat einen riiiesigen Einfluss auf unseren Körper. Und doch wollen viele lieber schlank wirken und verkneifen sich ein herzliches Einatmen in den Bauch.

Zur Erinnerung: Die Scaleni und der Pectoralis Minor werden bei einer exzessiven Brustatmung überaktiv und fördern damit ein Thoracic Outlet Syndrom. Darüber hinaus inhibitiert dieses Atmungsmuster den Quadratus Lumborum und kann zu Rückenschmerzen führen.

Mein Tipp: Leg dich mal auf den Rücken und atme so richtig tief in den Bauch ein. 10 mal mit weit geöffnetem Mund und schön laut, 10 mal mit weit geöffnetem Mund und ohne Geräusche ausatmen, 10 mal durch die Nase ein und aus. Fühlt sich gut an, oder?

Lifestyle-Faktor #4: Stress

Das musste ja kommen. Aber ja: Stress ist ein unheimlich großer Einflussfaktor auf unser Wohlbefinden.

Ein wenig Stress ist völlig in Ordnung. Stress macht uns stärker. Selbst Training stellt Stress für den Körper da. Ich verdiene quasi mein Geld damit, Leute zu stressen.

Aber permanenter Stress ist nicht gut! Doch durch ständige Erreichbarkeit am Telefon, Social Media, Fernseher, Nachrichten, Erfolgsdruck, Partner, Kinder, Rückenschmerzen (anyone?) hört der Stress nie auf.

Ernsthaft: Wann hast du dir das letzte Mal Zeit für dich genommen und einfach mal gechillt? Nichts gedacht? Einfach mal den Moment genossen, wie er war, ohne schon gedanklich woanders zu sein? Die meisten schaffen das nicht mal beim Sex (schöne Deckenfarbe? ;-)).

Mein Tipp: Gönn dir mal Pause. Atme mal durch. Hör dir meine PMR an und entspanne dich mal. Du darfst dabei auch einschlafen. Hier kannst du sie dir für einen Appel und ein Ei kaufen.

Jetzt hab ich bis hierher schon 1726 Wörter geschrieben. Es wird Zeit, dass du erfährst, welche Übung gegen ein Thoracic Outlet Syndrom helfen.

Also los jetzt...

Diese Übungen helfen gegen ein Thoracic Outlet Syndrom

Es gibt viele Übungen, die dir bei einem Thoracic Outlet Syndrom helfen können. Nachfolgend möchte ich dir einige Übungen vorstellen.

Um zu überprüfen, ob eine Übung bei dir einen Effekt hat, ist es eine gute Idee, einen Test-Retest zu machen.

Dazu gehst du einfach in eine Provokations-Bewegung hinein, machst eine der Übungen und absolvierst danach noch einmal die Provokations-Bewegung.

Sind die Symtpome besser geworden? Super! Dann ist das eine Übung für dich. Sind die Symptome wie vorher? Dann darfst du weiter forschen.

Als Provokations-Bewegung eignet sich der Roos-Test vom Anfang des Artikels. Zur Erinnerung kannst du hier noch mal das Video schauen.

Und nochmal zur Erinnerung: Muskeln werden aus einem bestimmten Grund hyperton.

Wenn du einen Release findest, der für dich funktioniert, ist es eine geniale Idee, direkt im Anschluss den schwachen Antagonisten oder Synergisten zu stärken. So löst du das Problem dauerhaft.

Tust du diest nicht, wird das Problem immer wieder auftreten.

Jetzt aber genug gequatscht. Lass uns an das Eingemachte gehen.

Übung #1: Release der Mm. Scaleni

Die Scaleni lassen sich eigentlich am Besten mit Hands-On-Techniken lösen. Dazu benötigst du allerdings einen erfahrenen Trainer oder Therapeuten.

Da sich um die Muskelgruppe empfindliche Strukturen wie Arterien oder Nerven befinden, nutzen wir für dich Zuhause eine sanfte Dehnung. Ich habe sie ganz stumpf auf HWS-Komplex getauft.

Im Video wirst du dazu drei Übungen sehen. Die dritte Übung kannst du getrost ignorieren. Der Fokus liegt auf den ersten beiden. Denn diese dehnen die Nacken- und vor allem Scaleni-Muskulatur sanft und lösen die Spannung.

Um die erste Übung auszuführen, ziehe deinen Kopf sanft zur Seite. Schiebe zusätzlich die andere Hand aktiv in den Boden, um die Dehnung zu intensivieren.

Halte die Spannung für mindestens 30 Sekunden und wiederhole die Übung auf der anderen Seite.

Für die zweite Übung drehen wir den Kopf. Halte dazu einen Arm zur Seite und drehe den Kopf zur andere Seite. Mit dem freien Arm kannst du sanft gegen dein Kinn drücken und so die Dehnung intensivieren.

Halte die Spannung für mindestens 30 Sekunden und wiederhole die Übung auf der anderen Seite.

Wiederhole den Provokations-Test. Hat sich das Problem verbessert? Super! Wenn nicht, probiere die nächste Übung und wiederhole den Test.

Übung #2: Release des Pectoralis Minor

Der nächste Übeltäter, denn wir lösen werden, ist der Pectoralis Minor. Er ist die zweite Engstelle, an der ein Nerv oder eine Arterie eingeklemmt sein kann.

Für diese Übung können wir etwas direkter vorgehen, da hier wenig Potential ist, um Strukturen zu schädigen. Nutze für die Übung gerne einen Lacrosse Ball. Du kannst den Muskel aber auch direkt mit deinen Händen bearbeiten.

Stelle dich dazu vor eine Schrank oder einen Türrahmen. Lege den Ball in etwa auf die Stelle, wo der Pectoralis Minor im Bild rot markiert ist.

Hast du die Stelle gefunden? Dann kannst du mit dem Arm derselben Seiten nun Ruderbewegungen ausführen.

Pectoralis Minor

Rolle mit dem Ball auf dem roten Bereich.

Das bewegt das Gewebe zusätzlich und hilft dabei, Verklebungen schneller zu lösen und den Muskel zu entspannen.

Bearbeite beide Seiten für jeweils etwa 60 Sekunden.

Denke im Anschluss daran, wieder den Provokations-Test zu machen.

Übung #3: Strengthening of the Upper Back

Für gesunde Schulter – und das betrifft jetzt Menschen mit einem Thoracic Outlet Syndrom – ist ein starker oberer Rücken essentiell.

Denn dieser hält die Schultern in einer neutralen Position, hilft bei der Aufrichtung der BWS und stellt ein Gegengewicht zu schlechter Haltung und hypertonen Scaleni dar.

Damit dieser Artikel nicht völlig ausartet, möchte ich dich an dieser Stelle auf meinen Artikel „Schulterprobleme loswerden“ verweisen.

Dort findest du die richtigen Informationen, wie du deine Schultern stärkst und in eine neutrale Position bringst (inklusive Infos für einen starken oberen Rücken).

Übung #4: Die richtige Atmung

Weiter oben haben wir bereits gesehen, wie sich die Atemtechnik auf den Muskeltonus auswirken kann. Exzessive Brustatmung wirkt sich nachteilig auf taube Arme aus, da sie den Tonus der Scaleni und des Pectoralis Minor erhöhen kann und die Antagonisten schwächt.

Für ein gutes Atemmuster ist (auch) eine Bauchatmung wichtig. Auf Youtube findest du dazu unzählige tolle Videos. Gib in die Suchleiste einfach „Atemübung“ ein oder autogenes Training oder PMR oder oder oder...

Oder du schaust einfach mal hier.

Netter Nebeneffekt: Du kannst nebenbei Stress abbauen und lernst, dich bewusst zu entspannen.

Thoracic Outlet Syndrom – Fazit

Kribbeln und taube Arme sind ein typisches Anzeichen für ein Thoracic Outlet Syndrom. Falls du einen Verdacht hast, darunter zu leiden, möchte ich dich bitten, diesen von einem Fachmann bestätigen zu lassen.

Dieser Artikel wurde mit bestem Gewissen und gründlicher Recherche erstellt. Demzufolge können die Übungen in diesem Artikel dabei helfen, ein Thoracic Outlet Syndrom selbst zu behandeln.

Allerdings fokussiere ich mich hier auf die häufigsten Ursachen. Dennoch kann es von Fall zu Fall sehr unterschiedlich sein.

Stress, Körperhaltung, falsche Atemmuster... all das kann auf den unterschiedlichsten Gründen beruhen, die individuell verschieden sind.

Benutze bitte deinen gesunden Menschenverstand und gehe achtsam mit dir um. Dann steht einem fitten, gesunden und schmerzfreien Körper nichts im Wege.

Ich wünsche dir nur das Beste!

Frage an dich: Hast du schon mal unter ähnlichen Symptomem gelitten? Was hat dir geholfen? Teile deine Erfahrung und schreibe es unter den Artikel.

Bildernachweis im Artikel "Thoracic Outlet Syndrom":

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